KreisJugendRing Mayen-Koblenz

Förderrichtlinien:

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1. Allgemeine Bestimmungen
 
1.1 Der Landkreis Mayen-Koblenz fördert Jugendarbeit nach Maßgabe dieser
Richtlinien und der Beschlüsse des Jugendhilfeausschusses im Rahmen der
verfügbaren Haushaltsmittel.
Zuschüsse werden nach folgenden Förderkategorien bewilligt:
 
a) Maßnahmen
- der Schulung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Ziff.2.1),
- der außerschulischen Weiterbildung (Ziff. 2.2),
- der sozialen Bildung und Freizeit (Ziff. 2.3),
- der wohnortnahen Ferienbetreuung in den Schulferien (Ziff. 2.4),
- der internationalen Jugendbegegnung (Ziff. 2.5),
- innovative modellhafte Maßnahmen der Jugendarbeit (Ziff. 2.6).
 
b) Einzelförderung zur Vermeidung sozialer Härten (Ziff. 2.7).
 
c) Die erstmalige Einrichtung von Jugendräumen und Anschaffung von Geräten
für die Jugendarbeit (Ziff. 2.8).
 
1.2 Antragsberechtigt sind die gemäß § 75 Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB
VIII) anerkannten Träger der freien Jugendhilfe und sonstige freie Träger der
Jugendhilfe sowie spontan entstehende Gruppen nichtorganisierter
Jugendlicher, sofern sie die Anforderungen des § 74 SGB VIII Abs.1 Nr. 1
bis 5 erfüllen. Antragsberechtigt sind ebenfalls die örtlichen Kommunen im
Landkreis Mayen-Koblenz ohne eigenes Jugendamt. Nicht antragsberechtigt
sind Schulen, Kindertagesstätten und Einzelpersonen.
 
1.3 Zuschüsse zu Maßnahmen werden nur für Kinder und Jugendliche sowie
Heranwachsende gewährt, die ihren ständigen Wohnsitz im
Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes Mayen-Koblenz haben.
 
1.4 Die Mindestteilnehmerzahlen sowie die entsprechenden Altersgrenzen sind
den Einzelbestimmungen zu entnehmen. Altersgrenzen gelten als
eingehalten, wenn sie im laufenden Kalenderjahr erreicht werden.
DieTeilnehmerzahlen beziehen sich immer auf die Gesamtteilnehmer.
Zuschüsse für Maßnahmen werden ab einem Betrag von 25,-- Euro
ausgezahlt (Mindestauszahlungsbetrag).
 
1.5 Zuschüsse für Maßnahmen im Rahmen der Schulung von ehrenamtlichen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der außerschulischen Weiterbildung sowie
der sozialen Bildung und Freizeit werden nur an Träger gewährt, die ihren
Sitz innerhalb der Stadt Koblenz, dem Landkreis Mayen-Koblenz oder einem
der angrenzenden Landkreise haben. Die Einzelregelungen für
internationale Jugendbegegnungen bleiben hiervon unberührt. Zuschüsse
für innovative modellhafte Maßnahmen der Jugendarbeit können nur solche
Träger erhalten, die ihren Sitz im Zuständigkeitsbereich des
Kreisjugendamtes Mayen-Koblenz haben; Zuschüsse an Träger, die ihren
Sitz außerhalb des Zuständigkeitsbereiches des Kreisjugendamtes haben,
können gewährt werden, wenn die Maßnahme im Landkreis Mayen-Koblenz
ausgerichtet wird und ein direkter Bezug zur Jugendarbeit im
Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes Mayen-Koblenz gewährleistet
ist. Alle Zuschüsse nach diesen Richtlinien an Kommunale Träger werden
ausschließlich an kreisangehörige Kommunen ohne eigenes Jugendamt
gewährt.
 
1.6 Satzungsgemäße Maßnahmen und Maßnahmen, die dem organisatorischen
Aufbau des Verbandes oder der Gemeinschaft dienen, z. B. Konferenzen,
Tagungen, Sitzungen und Maßnahmen, die gewerblichen oder überwiegend
beruflichen, wissenschaftlichen, partei-politischen, religiösen oder vereinssportlichen
Charakter haben sowie Schulendtage werden nicht gefördert.
 
 
2. Einzelbestimmungen
 
2.1 Schulung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
Gefördert werden Lehrgänge, die jugendpflegerische oder
jugendpolitische Themen behandeln und die der Aus- und Weiterbildung
von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dienen. Es werden
Abendseminare, eintägige und mehrtägige Maßnahmen gefördert.
Die Mindestteilnehmerzahl beträgt fünf, wobei mindestens 3 Teilnehmer
aus dem Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes Mayen-Koblenz
kommen müssen. Hierbei werden Teilnehmer ab dem 14. Lebensjahr
berücksichtigt.
Der Zuschuss wird in Form der Übernahme der pauschalierten Kosten für
einen Referenten in Höhe von 60,-- Euro bei Abendseminaren und
eintägigen Maßnahmen gewährt. Für jeden weiteren Tag werden
30,--Euro gewährt.
 
2.2 Außerschulische Weiterbildung
Gefördert werden staatsbürgerliche, kulturelle, medienpädagogische und
sexualpädagogische Seminare, die der außerschulischen Weiterbildung
dienen. Es werden Abendseminare, eintägige und mehrtägige
Maßnahmen gefördert. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt fünf, wobei
mindestens 3 Teilnehmer aus dem Zuständigkeitsbereich des
Kreisjugendamtes Mayen-Koblenz kommen müssen. Hierbei können
Teilnehmer ab dem 12. bis zum 27. Lebensjahr berücksichtigt werden.
Ziffer 2.1 letzter Absatz gilt entsprechend.
 
2.3 Soziale Bildung und Freizeit
Gefördert werden Fahrten, Lager, Wanderungen und Freizeiten, die den
Anforderungen der §§ 1 Abs. 3 in Verbindung mit 11 Abs. 1 SGB VIII
entsprechen.
Die Mindestdauer beträgt 2 Tage, die Förderungshöchstdauer 21 Tage.
An- und Abreisetag gelten grundsätzlich als 1 Tag. An– und Abreisetag
gelten als 2 Tage, wenn die Maßnahme am Anreisetag spätestens um
15:00 Uhr begonnen und am Abreisetag frühestens um 15:00 Uhr beendet
wird.
Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 7, die Förderungshöchstzahl beträgt
77 Teilnehmer. Die Teilnehmer müssen 6 und dürfen höchstens 27 Jahre alt
sein. Der Zuschuss beträgt pro Tag und Teilnehmer 2,25 Euro.
 
2.4 Wohnortnahe Ferienbetreuung in den Schulferien
Gefördert werden Maßnahmen ohne Übernachtung, die in den Schulferien
von Rheinland-Pfalz stattfinden und am Wohnort oder in der näheren
Umgebung zum Wohnort des überwiegenden Teils der Teilnehmer
durchgeführt werden. Die Mindestdauer beträgt 5 Tage, die
Förderungshöchstdauer 21 Tage. Das tägliche Programm muss dabei
mindestens 6 Zeitstunden umfassen. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt
7 Teilnehmer. Die Teilnehmer müssen 6 und dürfen höchstens 14 Jahre alt
sein. Der Zuschuss beträgt pro Tag und Teilnehmer 2,25 Euro.
 
2.5 Internationale Jugendbegegnung
Gefördert werden internationale Jugendbegegnungen im In- und Ausland,
die überwiegend gemeinschaftsbildenden Charakter haben. Im Inland
werden auch die ausländischen Teilnehmer, im Ausland nur die
Teilnehmer aus dem Zuständigkeitsbereich des Kreisjugend-amtes
Mayen-Koblenz gefördert. Nicht gefördert werden Maßnahmen, die
überwiegend der Erholung, der Besichtigung, der Berufsausbildung oder
der sportlichen Begegnung dienen. Die Mindestdauer beträgt 7 Tage, die
Förderungshöchstdauer beträgt 15 Tage. Der An- und Abreisetag gelten
zusammen als 1 Tag. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 7, die
Förderungshöchstzahl beträgt 42 Teilnehmer.
Die Teilnehmer müssen 7 und dürfen höchstens 27 Jahre alt sein.
DerZuschuss beträgt pro Tag und Teilnehmer 2,25 Euro. Auf die Möglichkeiten
der Förderung im Rahmen des Kinder- und Jugendplanes des Bundes
wird entsprechend verwiesen.
 
2.6 Innovative modellhafte Maßnahmen der Jugendarbeit
Der Landkreis Mayen-Koblenz fördert erstmals durchgeführte innovative
modellhafte Maßnahmen der Jugendarbeit. Die Förderung kann in der
Regel bis zur Hälfte der Projektkosten betragen. Personalkosten des
Veranstalters können nicht in die Förderung einbezogen werden.
DieZuwendungsempfänger haben angemessene finanzielle Eigenleistungen
zu erbringen. Die Förderung durch den Landkreis Mayen-Koblenz wird
davon abhängig gemacht, dass sich die örtlichen Kommunen ebenfalls in
angemessener Höhe an den Gesamtkosten beteiligen. In begründeten
Ausnahmefällen kann auf eine Beteiligung der örtlichen Kommunen
verzichtet werden.
 
• Gefördert werden grundsätzlich:
• Projekte der Mädchen- und Jungenarbeit, die zur Stärkung der Identität
und Chancengleichheit beitragen,
• Projekte, die eine aktive Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen an
gesellschaftlichen und politischen Entscheidungs- und
Gestaltungsprozessen unterstützen,
• Projekte, die sich gegen Gewalt, Extremismus und Rassismus wenden,
• Projekte, die ökologisches Bewusstsein schaffen bzw. verstärken und
damit einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten.
 
2.7 Einzelförderung zur Vermeidung sozialer Härten (bei Maßnahmen der
Ziffern 2.3 bis 2.5)
Gefördert werden Kinder und Jugendliche, die an Maßnahmen freier
Träger teilnehmen, die den Anforderungen der §§ 1 Abs. 1 und 3 in
Verbindung mit § 11 Abs. 1 und 3 Ziff. 5 SGB VIII entsprechen.
Für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien kann
auf Antrag eine Förderung bis zu einem Betrag in Höhe von 50 % des
Teilnehmerbeitrages erfolgen. Die höchstmögliche Förderung pro Kind
oder Jugendlichem und Kalenderjahr beträgt 200,-- Euro..
Antragsberechtigt sind sowohl Familien, die Leistungen zur Sicherung des
Lebensunterhaltes nach dem SGB II beziehen als auch sonstige Familien
mit geringem Einkommen.
Für die Ermittlung der Einkommensgrenze gelten gemäß § 90 Abs. 4 SGB
VIII die §§ 82 bis 85, 87, 88 des SGB XII.
Wird die Einkommensgrenze überschritten, erfolgt eine entsprechende
Kürzung der Förderung um den übersteigenden Betrag.
Die Auszahlung des Förderbetrages erfolgt unmittelbar an den
Veranstalter der Maßnahme, nach dem dieser die Teilnahme des Kindes
oder des Jugendlichen schriftlich bestätigt hat.
 
2.8 Erstmalige Einrichtung von Jugendräumen und Anschaffung von Geräten für
die Jugendarbeit
 
2.8.1 Der Landkreis Mayen-Koblenz fördert die erstmalige Einrichtung von
Jugendräumen. Bedarf und Standort sind unter Berücksichtigung der
Jugendhilfeplanung zwischen dem Träger und dem Kreisjugendamt
festzulegen. Der Zuschuss beträgt je Jugendraum 260,-- Euro.
Die Förderung durch den Landkreis Mayen-Koblenz wird davon abhängig
gemacht, dass sich die örtlichen Kommunen in angemessener Höhe an den
Gesamtkosten beteiligen. Sollte der Betrieb eines Jugendraumes länger als
5 Jahre ruhen, kann eine erneute Förderung nach vorgenannter Maßgabe
erfolgen.
 
2.8.2 Die Anschaffung von Geräten, die ausschließlich zur Durchführung von
Lagern, Fahrten und Freizeiten (z. B. Zelte) dienen, fördert der Landkreis
Mayen-Koblenz in Höhe von 20 % der förderungsfähigen Kosten, höchstens
jedoch in Höhe von 260,-- Euro pro Haushaltsjahr. Die förderungsfähigen
Kosten müssen mindestens 260,-- Euro betragen. Die örtlichen Kommunen
sollen sich in angemessener Höhe an den Kosten beteiligen.
 
 
3. Förderung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern
 
Bei Maßnahmen gemäß Ziffer 2.3 oder 2.5 können ehrenamtliche
Mitarbeiterinnen u. Mitarbeiter über 27 Jahre mitgefördert werden, und
zwar für je 7 Teilnehmer eine ehrenamtliche Kraft.
Bei Maßnahmen gemäß Ziffer 2.4 können ehrenamtliche Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter ab 16 Jahren mitgefördert werden und zwar für je
7 Teilnehmer eine ehrenamtliche Kraft.
Bei Maßnahmen gemäß den Ziffern 2.3 bis 2.5 kann für je zwei
schwerbehinderte Teilnehmer eine ehrenamtliche Kraft mitgefördert
werden.
 
 
4. Integrative Maßnahmen
Nehmen Schwerbehinderte an Veranstaltungen teil, werden für sie die
doppelten Tagessätze gewährt.
 
 
5. Beratung
Die Fachkräfte der Jugendförderung des Kreisjugendamtes beraten die
freien Träger der Jugendhilfe sowie spontan entstehende Gruppen
nichtorganisierter Jugendlicher und die örtlichen Kommunen kostenfrei in
allen Angelegenheiten der Jugendarbeit.
 
 
6. Verfahrensbestimmungen
Über die Anträge entscheidet die Verwaltung des Jugendamtes im
Rahmen dieser Richtlinien. Über Ausnahmen von diesen Richtlinien
entscheidet im Einzelfall der Jugendhilfeausschuss. Zuschussanträge für
Maßnahmen nach den Ziffern 2.1 bis 2.5 sind spätestens 2 Monate nach
ihrer Durchführung (maßgeblich ist das Datum des Eingangsstempels) mit
dem Veranstaltungsprogramm beim Kreisjugend amt einzureichen.
Haben schwerbehinderte junge Menschen an einer Maßnahme
teilgenommen, bestätigt der Antragsteller, dass der
Schwerbehindertenausweis vorgelegen hat oder die Voraussetzungen für
die Inanspruchnahme der erhöhten Förderung auf andere Weise glaubhaft
gemacht wurden.
Zuschüsse für Maßnahmen nach Ziffer 2.6 werden grundsätzlich nur
gewährt, wenn sie vor Beginn beantragt und bewilligt worden sind.
Dem Antrag sind beizufügen:
- Projektbeschreibung,
- Kosten- und Finanzierungsplan.
Zuschüsse für Maßnahmen nach Ziffer 2.8 werden grundsätzlich nur
gewährt, wenn sie vor Beginn der Maßnahme oder der Anschaffung
beantragt und bewilligt worden sind.
Dem Antrag sind beizufügen:
- Schriftliche Begründung über die Notwendigkeit der geplanten
Einrichtung bzw. Anschaffung,
- Kosten- und Finanzierungsplan mit Angabe der Eigenleistung.
Die Zuschüsse für Maßnahmen nach Ziffer 2.8 werden nach Vorlage der
Rechnungsbelege ausgezahlt.
Zuschüsse nach diesen Richtlinien können ganz oder teilweise
zurückgefordert werden, wenn
- diese nicht zweckentsprechend verwendet wurden,
- sich herausstellt, dass die Angaben im Antrag oder in den Unterlagen
nicht der Wahrheit entsprechen,
- trotz Aufforderung binnen einer gesetzten Frist eine ordnungsgemäße
Verwendung nicht nachgewiesen werden kann.
 
 
7. Schlussbestimmungen
 
7.1 Ein Rechtsanspruch auf Gewährung von Zuschüssen besteht nicht.
 
7.2 Über die Änderung der Richtlinien entscheidet der Jugendhilfeausschuss
des Landkreises Mayen-Koblenz.
 
7.3 Diese Richtlinien treten mit Wirkung vom 01.01.2016 in Kraft.
 
7.4 Die bisher geltenden Richtlinien treten mit Ablauf des 31.12.2015 außer
Kraft.

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