Woran wir arbeiten
Die Themen des Kreisjugendrings Mayen-Koblenz e.V. entstehen nicht am Schreibtisch allein. Viele Fragen begegnen uns in der Praxis der Jugendverbände, in Gesprächen mit jungen Menschen, in Beteiligungsprozessen, in Gremien oder im Austausch mit Politik und Verwaltung.
Auf dieser Seite bündeln wir die Themen, die unsere Arbeit besonders prägen. Sie zeigen, womit sich der KJR-MYK fachlich beschäftigt, welche Erfahrungen aus der Jugendverbandsarbeit einfließen und wo wir Entwicklungen im Landkreis, im Land Rheinland-Pfalz oder darüber hinaus aufgreifen.
Unsere Themenseiten geben Orientierung zu diesen Arbeitsfeldern. Unsere Positionen knüpfen daran an und zeigen, wie wir einzelne Fragen fachlich und jugendpolitisch einordnen. Aktionen und Projekte machen sichtbar, wie Themen praktisch aufgegriffen werden.
Jugendverbandsarbeit braucht gute Rahmenbedingungen. Beteiligung braucht Strukturen, die ernst gemeint sind. Demokratiebildung braucht Orte, an denen junge Menschen mitreden, Verantwortung übernehmen und erleben, dass ihre Stimme zählt. Und Bildung in Jugendverbänden funktioniert anders als Schule: freiwillig, erfahrungsbezogen, lebensnah und stark von Beteiligung geprägt.
Unsere Themen
Jugendverbandsarbeit
Jugendverbände sind Orte, an denen junge Menschen Gemeinschaft erleben, Verantwortung übernehmen und eigene Interessen einbringen können. Sie ermöglichen Gruppenstunden, Freizeiten, Bildungsangebote, Engagement, Mitbestimmung und demokratische Erfahrungen.
Der KJR-MYK macht diese Arbeit sichtbar, stärkt die Vernetzung der Jugendverbände und setzt sich dafür ein, dass ihre Bedeutung im Landkreis wahrgenommen und verlässlich unterstützt wird. Hier geht es um Ehrenamt, Selbstorganisation, Freiräume, Anerkennung und die Frage, welche Rahmenbedingungen gute Jugendverbandsarbeit braucht.
Demokratiebildung und Menschenrechte
Demokratie und Menschenrechte sind keine abstrakten Begriffe. Sie zeigen sich im Alltag: im Umgang miteinander, in Beteiligung, in Verantwortung, in Widerspruch, in Schutzräumen und in der Frage, ob junge Menschen erleben, dass ihre Stimme zählt.
Jugendverbände leisten hier wichtige Arbeit. Sie schaffen Räume, in denen junge Menschen diskutieren, Verantwortung übernehmen, Unterschiede aushalten und Gemeinschaft gestalten können. Demokratiebildung geschieht deshalb nicht nur in einzelnen Veranstaltungen, sondern auch in Gruppenstunden, Freizeiten, Projekten und Beteiligungsprozessen.
Der KJR-MYK greift diese Themen in Materialien, Gesprächen, Aktionen und Veröffentlichungen auf. Dabei geht es um Haltung, Orientierung und konkrete Unterstützung für Jugendverbände, Gruppen, Fachkräfte und Engagierte.
Jugendbeteiligung und Partizipation
Kinder und Jugendliche haben eigene Perspektiven auf ihre Lebensorte, ihre Freizeit, ihre Vereine, ihre Mobilität und politische Entscheidungen. Beteiligung bedeutet, diese Perspektiven nicht nur abzufragen, sondern ernsthaft in Entscheidungen einzubeziehen.
Gute Beteiligung entsteht nicht nebenbei. Sie braucht verständliche Informationen, gute Vorbereitung, passende Methoden, verlässliche Rückmeldungen und Menschen, die Beteiligung auch wirklich wollen.
Der KJR-MYK beschäftigt sich deshalb mit der Frage, wie Beteiligung vor Ort gelingen kann. Dabei greifen wir auch Erfahrungen und bestehende Strukturen im Landkreis auf, etwa aus dem Arbeitskreis Partizipation des Landkreises Mayen-Koblenz, aus früheren Beteiligungsprozessen wie „JES! mit PEP vor Ort“ und aus der Arbeit der ehemaligen KJR-Projektstelle.
Auch mögliche Formen wie Jugendbeiräte, Jugendforen oder ein Kreisjugendparlament können dabei eine Rolle spielen. Entscheidend ist aber nicht zuerst der Name einer Struktur, sondern ob junge Menschen tatsächlich erreicht werden, ob Beteiligung verständlich ist und ob ihre Beiträge in Entscheidungen zurückwirken.
Wie wir bilden: non-formale Bildung
Bildung findet nicht nur in Schule, Ausbildung oder Studium statt. In Jugendverbänden lernen junge Menschen im gemeinsamen Tun: durch Ausprobieren, Verantwortung, Gespräche, Konflikte, Gemeinschaft, Beteiligung und Engagement.
Dieses Bildungsverständnis prägt viele Themen des KJR. Es erklärt, warum Jugendverbandsarbeit mehr ist als Freizeitgestaltung und warum non-formale Bildung eigene Räume, eigene Methoden und eigene Rahmenbedingungen braucht.
Förderung von Jugend- und Jugendverbandsarbeit
Jugend- und Jugendverbandsarbeit braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Gruppenstunden, Freizeiten, Bildungsangebote, Projekte, Beteiligungsformate und ehrenamtliches Engagement lassen sich nicht allein aus guter Motivation heraus tragen.
Der KJR-MYK beschäftigt sich deshalb auch mit Fragen der Förderung, der finanziellen Ausstattung und der praktischen Unterstützung von Jugendverbänden, Jugendgruppen und Angeboten der Jugendarbeit. Gute Förderung ist kein Nebenthema. Sie entscheidet mit darüber, ob Angebote stattfinden können, ob Ehrenamt entlastet wird und ob junge Menschen im Landkreis vielfältige Möglichkeiten finden.
Hier geht es um Zuschüsse, Anträge, Planungssicherheit, faire Rahmenbedingungen und die Frage, wie Jugend- und Jugendverbandsarbeit dauerhaft gestärkt werden kann.
Jugendpolitik, Austausch und Wahlen
Viele Entscheidungen, die junge Menschen betreffen, werden politisch oder verwaltungsseitig vorbereitet: in Kommunen, im Landkreis, auf Landesebene oder im Bund. Deshalb bringt der KJR-MYK jugendpolitische Themen in Gespräche, Gremien, Arbeitskreise, Aktionen und Wahlformate ein.
Dabei geht es nicht um Parteipolitik. Es geht darum, die Perspektiven junger Menschen und der Jugendverbände sichtbar zu machen und fachlich einzubringen. Dazu gehört der Austausch mit Fachabteilungen, Jugendpolitiker:innen, kommunalen Akteur:innen, Landespolitik, Bundesebene und weiteren Partner:innen der Kinder- und Jugendhilfe.
Wahlen sind dabei besondere Anlässe, um Themen junger Menschen öffentlich zu machen. Jugendpolitik endet aber nicht am Wahltag. Sie braucht dauerhafte Aufmerksamkeit, verlässliche Strukturen und Menschen, die dranbleiben.
Wie die Bereiche zusammenhängen
Die Themen beschreiben die fachlichen Arbeitsfelder des Kreisjugendrings. Unsere Positionen zeigen, welche Haltung und Einordnung der KJR dazu vertritt. Aktionen und Projekte machen sichtbar, wie einzelne Themen praktisch aufgegriffen werden.
So entsteht ein Gesamtbild: aus Erfahrungen der Jugendverbände, aus Beteiligung, aus fachlicher Arbeit und aus jugendpolitischer Interessenvertretung im Landkreis Mayen-Koblenz.
